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Goldene Jahre_Uckermark

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SEITE 40<br />

RATGEBER 4. LEBENSPHASE<br />

Zeit für Angehörige<br />

Pflege<br />

Wer einen pflegebedürftigen<br />

nahen Angehörigen<br />

betreuen möchte, kann als<br />

Arbeitnehmer bis zu sechs<br />

Monate Pflegezeit nehmen.<br />

Die Monate müssen an einem<br />

Stück genommen werden.<br />

Zusätzlich besteht die Möglichkeit<br />

der „Kurzpflegezeit“.<br />

Diese kommt dann in<br />

Frage, wenn man als Arbeitnehmer<br />

einen Verwandten<br />

betreuen möchte, der noch<br />

nicht in einer Pflegestufe<br />

eingestuft ist.<br />

Einen Anspruch auf Pflegezeit<br />

haben Beschäftigte<br />

gegenüber Arbeitgebern mit<br />

mehr als 15 Beschäftigten.<br />

In kleineren Unternehmen<br />

können freiwillige Vereinbarungen<br />

über die Pflegezeit<br />

oder die anderen Freistellungsmöglichkeiten<br />

getroffen<br />

werden. Der Arbeitgeber<br />

zahlt während der Pflegezeiten<br />

kein Gehalt. Beschäftigte,<br />

die die Pflegezeit bis zu<br />

sechs Monate in Anspruch<br />

nehmen, haben einen Rechtsanspruch<br />

auf ein zinsloses<br />

Darlehen. Das Darlehen wird<br />

direkt beim Bundesamt für<br />

Familie und zivilgesellschaftliche<br />

Aufgaben beantragt.<br />

Das Darlehen wird in monatlichen<br />

Raten ausgezahlt.<br />

Um einen pflegebedürftigen<br />

nahen Angehörigen in der<br />

letzten Lebensphase zu begleiten,<br />

können Sie eine bis<br />

zu dreimonatige vollständige<br />

oder teilweise Auszeit nehmen.<br />

In der Regel besteht<br />

während der Pflegezeit ein<br />

Kündigungsschutz. Weitere<br />

Informationen erteilen alle<br />

Krankenkassen.<br />

Angehörige sollen in jeder Situation gut versorgt sein.

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