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QUIMS Schlussbericht definitiv - Interface

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greifen (vgl. Ochsner & Kenny & Sieber, 2000). Sie beginnt, die mit der<br />

komplexen gesellschaftlichen Vielfalt verbundenen Schwierigkeiten<br />

nicht mehr nur gewissermassen als „gesellschaftliches Unvermögen der<br />

Schule gegenüber“ zu deklarieren, sondern setzt sich mit den Phänomenen<br />

rational und konstruktiv auseinander. Sie tut dies – auch wenn es<br />

ihr mancherorts erst in Ansätzen gelingt – indem sie auf verschiedenen<br />

Ebenen versucht, den gedanklichen Schritt vom „Störfall zum Normalfall“<br />

zu vollziehen:<br />

• Die einzelnen LehrerInnen – irritiert durch die anzutreffende Pluralität<br />

– versuchen in ihrem Unterricht, in angemessener Weise – in<br />

aller Regel jedoch subjektiv und intuitiv – auf diese facettenreiche<br />

Unterschiedlichkeit zu reagieren.<br />

• Die Schulen versuchen – ebenfalls in Ansätzen –, ihr heterogenes<br />

Umfeld in seinen oft divergierenden Erwartungen und seinem inkonsistenten<br />

Verhalten der Schule gegenüber, besser zu verstehen<br />

und sich entsprechend zu verhalten.<br />

• Das Schulsystem als Ganzes setzt sich angesichts dieses Wandels<br />

intensiv mit seinem gesellschaftspolitischen Auftrag auseinander.<br />

• Die Bildungspolitik erkennt, dass letztlich nur integrative und auf<br />

die lokalen Gegebenheiten abgestützte Modelle zum Erfolg führen<br />

und dass die Schulen bei dieser Arbeit zu unterstützen sind.<br />

• Die interkulturell-erziehungswissenschaftliche Forschung sucht nach<br />

Erklärungsmodellen sowie funktionalen Reaktionen und Bewältigungsstrategien.<br />

Diese gedankliche Transformation des Störfalls zum Normalfall geschieht<br />

in aller Regel auf Grund des lokalen und situativen Leidensdrucks<br />

– und entsprechend mobilisierter Problemlöseinitiative. Im Sinne<br />

einer objektiv rationalen Bearbeitung des Problems und eines vorausschauenden<br />

Vorgehens auf der Ebene der Gesamtorganisation<br />

Schule sind Projekte wie <strong>QUIMS</strong> noch vergleichsweise dünn gesät.<br />

3.2 Volksschule und Pluralität<br />

Die Entwicklung eines umfassenden Verständnisses für diese gesellschaftlichen<br />

Gegebenheiten und die Herausbildung angemessener Verhaltensweisen<br />

sind für die heutige Schule wohl zur Zeit eine der absolut<br />

zentralen bildungspolitischen, organisationsstrukturellen und pädagogischen<br />

Herausforderungen. Nun fällt aber gerade dieser Lernprozess<br />

<strong>Interface</strong><br />

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