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Soziale Nachhaltigkeit im Wohnbau - wiener wohnbau forschung

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Aufweitung des Eingangsbereichs<br />

Norbert Post und Hartmut Welters zeigen in ihrer Publikation „Wohnqualität – kostenopt<strong>im</strong>iert“ einen<br />

Grundriss der Architekten afa – architektur-fabrik-aachen:<br />

„Der wichtigste Grundriss für die vorgesehene Zielgruppe (3 bis 4 Personen) ist der mit der geringsten<br />

Grundfläche; größere Wohnhäuser sind leichter zu gestalten, teurer und häufiger auf dem Markt.“ 70<br />

Durch die Schrägstellung der Innenwände <strong>im</strong> Erdgeschoss wird eine Vergrößerung des Eingangsflures<br />

<strong>im</strong> Türbereich erreicht. Zusätzlich gibt es in der Nähe des Eingangsbereiches einen großzügigen<br />

Stauraum.<br />

(Durch die zweite, separate Eingangstüre, die direkt an die Treppe in den 1. Stock angebunden ist,<br />

kann das Reihenhaus bei Bedarf mit geringem Aufwand in zwei Wohneinheiten aufgeteilt werden.)<br />

In: Post / Welters: Wohnqualität – kostopt<strong>im</strong>iert, Köln 1998 (S. 168)<br />

> Halbprivater Vorraum<br />

In einer Beschreibung der ATHENA-Häuser, die anlässlich der Modellsiedlung Ladugardsängen 1992 in<br />

Örebro / Schweden von einer Frauengruppe geplant wurden, wird erwähnt, dass sich jeweils zwei<br />

Wohnungen einen halbprivaten Vorraum teilen. 71<br />

▪ RÜCKZUGSMÖGLICHKEIT / INDIVIDUALBERICH<br />

Unter dem Postulat „sozial nachhaltig“ muss eine Rückzugsmöglichkeit als Grundrecht der Bewohner/innen<br />

und als Ergänzung zum ebenfalls grundlegenden Bedürfnis nach Gemeinschaft betrachtet<br />

werden. Der dezidierte Wunsch nach Privatsphäre (sowohl innerhalb einer Wohnanlage als auch<br />

innerhalb einer Wohneinheit) wird in allen Bewohner/innenstudien und Evaluierungen betont.<br />

(→ Vgl. dazu auch die Interviews mit den Wohnexpert/innen zwischen 11 und 52 Jahren auf S. 76-87)<br />

Evans, Wells und Moch schreiben in ihrem Artikel „Housing and Mental Health“:<br />

„Children living in more crowded or noisier homes suffer fewer ill effects if the have a room where they can<br />

spend t<strong>im</strong>e alone (Evans, Kliewer, & Martin, 1991; Wachs & Gruen, 1982).“ 72<br />

70<br />

Norbert Post / Hartmut Welters: Wohnqualität – kostenopt<strong>im</strong>iert, Köln 1998 (S. 168)<br />

71<br />

Gutmann / Haider / Havel / Stöckl (S. 59)<br />

72<br />

Evans / Wells / Moch „Housing and Mental Health” in: Journal of Social Issues, Vol. 59, No. 3, Wiley-Backwell 2003 (S. 491)<br />

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