23.11.2012 Aufrufe

AOK-Bundesverband, Bonn Bundesverband der - Ambulante Pflege ...

AOK-Bundesverband, Bonn Bundesverband der - Ambulante Pflege ...

AOK-Bundesverband, Bonn Bundesverband der - Ambulante Pflege ...

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

(2) Auch bei <strong>Pflege</strong>bedürftigen in vollstationären Einrichtungen <strong>der</strong> Hilfe für behin<strong>der</strong>te<br />

Menschen (Internatsunterbringung), für die zur Abgeltung des Anspruchs auf Leistungen<br />

bei vollstationärer <strong>Pflege</strong> <strong>der</strong> Pauschbetrag nach § 43a SGB XI gezahlt wird, kann für die<br />

Zeit <strong>der</strong> <strong>Pflege</strong> im häuslichen Bereich (z. B. an Wochenenden o<strong>der</strong> in Ferienzeiten) die<br />

<strong>Pflege</strong>sachleistung für die tatsächlichen <strong>Pflege</strong>tage in <strong>der</strong> Familie zur Verfügung gestellt<br />

werden. In diesen Fällen wird <strong>der</strong> Betrag nach § 43a SGB XI auf den Sachleistungshöchstanspruch<br />

<strong>der</strong> jeweiligen <strong>Pflege</strong>stufe angerechnet.<br />

Beispiel 2<br />

<strong>Pflege</strong>stufe II<br />

<strong>Pflege</strong> in häuslicher Umgebung im August 2008 jeweils von<br />

Freitagabend bis Sonntagabend und in den Ferien<br />

vom 22.08. bis 31.08.2008 = 19 Tage<br />

Leistung nach § 43a SGB XI = 170,00 EUR<br />

(für die Zeit vom 22.08. bis 31.08.2008<br />

berechnet die Einrichtung ein reduziertes<br />

Heimentgelt – sog. "Abwesenheitsvergütung")<br />

Ergebnis:<br />

Dem <strong>Pflege</strong>bedürftigen kann in Höhe von 810,00 EUR (980,00 EUR – 170,00 EUR) die<br />

<strong>Pflege</strong>sachleistung nach § 36 SGB XI zur Verfügung gestellt werden.<br />

(3) Die Höhe des Leistungsanspruchs (ggf. in Verbindung mit <strong>der</strong> Entscheidung über die<br />

Anerkennung <strong>der</strong> <strong>Pflege</strong>bedürftigkeit und dessen Stufe) ist dem <strong>Pflege</strong>bedürftigen und<br />

ggf. <strong>der</strong> <strong>Pflege</strong>einrichtung bekannt zu geben.<br />

7. Härtefall-Regelung<br />

(1) In beson<strong>der</strong>s gelagerten Einzelfällen können die <strong>Pflege</strong>kassen zur Vermeidung von<br />

Härten den <strong>Pflege</strong>bedürftigen <strong>der</strong> <strong>Pflege</strong>stufe III (Schwerstpflegebedürftige) weitere <strong>Pflege</strong>einsätze<br />

bis zu einem Gesamtwert von 1.918,00 EUR im Monat gewähren, wenn ein<br />

außergewöhnlich hoher <strong>Pflege</strong>aufwand vorliegt.<br />

(2) Zur einheitlichen Anwendung gelten die Härtefall-Richtlinien (vgl. Anlage 3). Sie lassen<br />

einen Ermessensspielraum <strong>der</strong> einzelnen <strong>Pflege</strong>kasse nicht zu.<br />

(3) Nach § 36 Abs. 4 SGB XI darf die Ausnahmeregelung für nicht mehr als 3 v. H. aller<br />

versicherten <strong>Pflege</strong>bedürftigen <strong>der</strong> <strong>Pflege</strong>stufe III, die häuslich gepflegt werden, Anwendung<br />

finden. Die Überwachung <strong>der</strong> Quote erfolgt durch den Spitzenverband Bund <strong>der</strong><br />

Seite 7 zu § 36 SGB XI

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!