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Programm 2012 - Pädagogische Hochschule Kärnten

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<strong>Programm</strong><br />

14.00 - 14.10 Uhr Begrüßung Marlies Krainz-Dürr | HS B (1200)<br />

14.10 - 14.20 Uhr Einleitung Gabriele Khan | HS B (1200)<br />

14.25 - 15.30 Uhr Postersessions | SR 1210 , SR 1220 , SR 1260<br />

15.35 - 16.10 Uhr Vortrag Über den Versuch Wasser mit zwei Fingern festzuhalten<br />

Doris Latschen, Almut Thomas | HS B (1200)<br />

16.10 - 16.40 Uhr Pause<br />

16.40 - 17.15 Uhr Vortrag Geschlechterunterschiede im fachlichen Selbstkonzept in Mathematik und<br />

den naturwissenschaftlichen Fächern: Können Lehrer/innen etwas verändern?<br />

Almut Thomas | HS B (1200)<br />

17.20 - 17.55 Uhr Vortrag „Normalitätsvorstellungen“ von Lehrer/innen<br />

Ferdinand Stefan, Gabriele Khan, Dagmar Unterköfler-Klatzer<br />

Vorträge Abstracts<br />

Über den Versuch Wasser mit zwei Fingern festzuhalten<br />

Doris Latschen, Almut Thomas<br />

Projektmitarbeiter/innen: Erik Frank, Annette Weishaupt, Johann Weishaupt<br />

(alle <strong>Pädagogische</strong> <strong>Hochschule</strong> <strong>Kärnten</strong>, Viktor Frankl <strong>Hochschule</strong>)<br />

Die PH <strong>Kärnten</strong>, Viktor Frankl <strong>Hochschule</strong>, entwickelt im Auftrag des bifie Salzburg die Items für die bundesweit geplante<br />

Überprüfung der Bildungsstandards in Deutsch, Teilbereich „Hören“. Das Projekt umfasst die Erstellung von kurzen Hörbeispielen<br />

und zugehörigen Fragen, die unterschiedliche Facetten von Hörverstehen erfassen sollen. Die Messung von Hörverstehen<br />

hat im Bereich des Fremdsprachenlernens eine gewisse Tradition (’listening comprehension‘), die Messung von Hörverstehen<br />

von Erstsprachenlerner/innen ist jedoch kaum erforscht und es existieren kaum validierte Instrumente zur Erfassung von Hörverstehen.<br />

Obwohl in der Fachliteratur Hörverstehen als mehrdimensional beschrieben wird (Buck, 2001), erfassen vorhandene<br />

Tests jeweils nur eine Dimension des Konstrukts: das Verständnis wesentlicher Informationen, Abläufe, Zusammenhänge<br />

oder Detailinformationen. Im Gegensatz dazu wurden bei der Erstellung der Items für die Bildungsstandards Hören mehrere<br />

Facetten von Hörverstehen berücksichtigt: die Unterscheidung phonologisch ähnlich klingender Wörter, das Verständnis paraverbaler<br />

Informationen, die Bewertung der Angemessenheit von Sprachhandlungen und die Verständniskontrolle. Ein erstes<br />

Itempool wurde an 239 Schüler/innen der vierten Klasse Volksschule getestet und die Daten mittels konfirmatorischer Faktorenanalyse<br />

ausgewertet. Die Faktorenstruktur zeigte sich nur schwach ausgeprägt; mögliche Störgrößen waren Probleme in<br />

der Verwendung der Antwortformate und Aufmerksamkeitsfluktuation.<br />

Buck, G. (2001). Assessing Listening. Cambridge: Cambridge University Press.<br />

Geschlechterunterschiede im fachlichen Selbstkonzept in Mathematik und den<br />

naturwissenschaftlichen Fächern: Können Lehrer/innen etwas verändern?<br />

Almut Thomas (<strong>Pädagogische</strong> <strong>Hochschule</strong> <strong>Kärnten</strong>, Viktor Frankl <strong>Hochschule</strong>)<br />

Projektmitarbeiter/innen: Barbara Hanfstingl, Irina Andreitz u. Florian Müller (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt)<br />

In Österreich sind die Leistungsunterschiede von Mädchen und Buben in Mathematik und den naturwissenschaftlichen Fächern<br />

(MINT) besonders groß (Schreiner & Schwantner, 2009). Neben der Leistung spielt das fachspezifische Interesse eine wichtig<br />

Rolle bei der Wahl von Kursen und Entscheidungen zur beruflichen Ausbildung (z. B. Nagy et al., 2008; O’Mara, Marsh,<br />

Craven, & Debus, 2006). Das fachspezifische Selbstkonzept entwickelt sich vor allem in Auseinandersetzung mit dem entsprechenden<br />

Fach, weshalb für diesen Bereich schulische Einflussfaktoren besonders bedeutsam sind. Insbesondere werden<br />

in der Literatur die Einstellungen von Lehrpersonen als Faktoren in der Entwicklung von fachspezifischem Selbstkonzept diskutiert.<br />

Neben expliziten (kontrollierten, reflektierten) Einstellungen sind auch unbewusste (implizite, automatische) Einstellungen<br />

handlungsleitend und können daher Verhalten beeinflussen. Explizite Beurteilungen bilden einen inhaltlich anderen Aspekt<br />

ab als implizite Assoziationen (Greenwald & Farnham, 2000); zur Messung dieser unbewussten Stereotype eignet sich der<br />

implizite Assoziationstest (IAT, Greenwald, McGhee, & Schwartz, 1998), der die Stärke von Denkmustern abbildet. Über die<br />

Rolle von unbewussten und bewussten Einstellungen von Lehrpersonen für die Entwicklung geschlechtsspezifischer Unterschiede<br />

im fachspezifischen Selbstkonzept in den MINT-Fächern ihrer Schüler/innen ist bisher noch wenig bekannt. Das Ziel der<br />

vorliegenden Studie ist es, den Zusammenhang impliziter und expliziter Stereotype von Lehrpersonen und ihre (gemeinsame)<br />

Auswirkung auf die Entstehung von geschlechtsspezifischen Unterschieden im fachspezifischen Selbstkonzept ihrer Schüler/<br />

innen zu erforschen. Dieser Fragestellung soll mittels Mehrebenenanalysen nachgegangen werden. Das vorliegende Projekt<br />

erfolgt in Kooperation mit dem Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und wird<br />

im Rahmen der IMST-Begleitforschung durchgeführt. Die österreichweite Erhebung betrifft ca. 80 Lehrpersonen der Sekundarstufe<br />

und deren Schüler/innen.<br />

Greenwald, A. G., Farnham, S. D. (2000). Using the implicit association test to measure self-esteem and self-concept. Journal<br />

of Personality and social Psychology, 79(6), 1022-1038.<br />

Greenwald, A. G., McGhee, D. E., & Schwartz, J. L. K. (1998). Measuring individual differences in implicit cognition: the<br />

implicit association test. Journal of Personality and Social psychology, 74, 1464-1480.<br />

Nagy, G., Garrett, J., Trautwein, U., Cortina, K.S., Baumert, J., & Eccles, J. S. (2008). Gendered high school course selection<br />

as a precursor of gendered occupational careers: The mediating role of self-concept and intrinsic value. In H. M. G. Watt & J.<br />

S. Eccles (Eds.), Gendered occupational outcomes: Longitudinal assessments of individual, social, and cultural influences (pp.<br />

115-143).Washington DC: American Psychological Association.<br />

„Normalitätsvorstellungen“ von Lehrer/innen<br />

Ferdinand Stefan, Gabriele Khan, Dagmar Unterköfler-Klatzer (<strong>Pädagogische</strong> <strong>Hochschule</strong> <strong>Kärnten</strong>, Viktor Frankl <strong>Hochschule</strong>)<br />

Projektmitarbeiter/innen: Andrea Raggl (<strong>Pädagogische</strong> <strong>Hochschule</strong> Vorarlberg), Michael Sertl (<strong>Pädagogische</strong> <strong>Hochschule</strong><br />

Wien)<br />

Ziel dieses Projektes ist zu erheben, welche „Normalitätsvorstellungen“ Lehrer/innen haben. Dies wird in Abhebung zu Bourdieu,<br />

der diese Vorstellungen auf den Habitus zurückführt, vor allem mit dem strukturalistischen Ansatz von Bernstein (2000), der<br />

vom „pädagogischen Dispositiv“ (engl. Original pedagogic device) ausgeht, versucht.<br />

Ausgehend von den Forschungsfragen zu den Vorstellungen von „normaler“ Schülerschaft bzw. dem/der „normalen“ Schüler/<br />

in wurden Gruppendiskussionen und Interviews in Wien, Vorarlberg und <strong>Kärnten</strong> (Lehrer/innen in Volksschulen bzw. NMS)<br />

durchgeführt. Die Auswertung erfolgt mittels dokumentarischer Methode (Bohnsack 2010). Die wichtigsten der bis jetzt erschlossenen<br />

Kategorien sind: Umgang des Systems Schule mit Schwierigkeiten – Umgang mit Ungleichheit – Eltern – Klasse.<br />

Die Bedeutung der „Klasse“ war in allen empirischen Befunden deutlich ablesbar. Exemplarisch werden zwei Aspekte von<br />

„Klasse“ näher beleuchtet: die Selektionsfunktion und die Klasse als System.<br />

Bernstein, B. (2000). Pedagogy, Symbolic Control and Identity. Theory, Research, Critique. Revised Edition. Lanham et al.:<br />

Rowman & Littlefield.<br />

Bohnsack, R. (20108). Rekonstruktive Sozialforschung. Einführung in qualitative Methoden. Opladen u. Farmington Hills:<br />

Barbara Budrich.<br />

Herzog, W. (2011). Schule und Schulklasse als soziale Systeme. In R. Becker (Hg.), Lehrbuch der Bildungssoziologie (S. 163-<br />

202). Wiesbaden: VS.<br />

Forschungstag_<strong>Programm</strong>.indd 4-5<br />

08.05.<strong>2012</strong> 12:34:29 Uhr

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