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Das Stift St. Kastor in Karden an der Mosel

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300 7. Personallisten<br />

Siegel: Spitzoval, 72 x 45 mm. Vollfigur mit Buch <strong>in</strong> <strong>der</strong> l<strong>in</strong>ken<br />

und Palme <strong>in</strong> <strong>der</strong> rechten H<strong>an</strong>d. Umschrift nur zum Teil erhalten: [ +<br />

SIGILL VM] . 10 . [ANNIS] . AR[CHI]DIACON[I]. Abdruck von<br />

1217. Als Rücksiegel ist <strong>der</strong> Abdruck e<strong>in</strong>er <strong>an</strong>tiken Gemme mit dem<br />

Spruch ANGELVS PACIS verwendet (K Best. 175 Nr. 5).<br />

Ingebr<strong>an</strong>d von Daun, 1219-1237 Archidiakon und Propst (MrhUB 3<br />

Nr. 102 S. 99; 3 Nr. 550 S. 425). Nach dem Nekrolog des <strong><strong>St</strong>ift</strong>s<br />

Münstermaifeld (E<strong>in</strong>tragung zum 7. November) war er e<strong>in</strong> Sohn des<br />

Gottfried von Daun und dessen Frau Adelheid (Aleidis) (K Best. 144<br />

Nr. 1431; die Vermutung bei Möller, <strong>St</strong>amm-Tafeln 1 S. 57 f. und Tafel<br />

XXIII s<strong>in</strong>d zu berichtigen). Ingebr<strong>an</strong>d begegnet als Propst von<br />

Münstermaifeld bereits um 1199/1200 (MrhUB 2 Nr. 189 S.228); er<br />

hat diese Propstei auch bei se<strong>in</strong>er letzten urkundlichen Erwähnung als<br />

Archidiakon noch <strong>in</strong> Besitz. Als Archidiakon, Propst von <strong>Karden</strong> und<br />

Propst von Münstermaifeld ist er erstmals im Jahre 1220 bezeugt<br />

(MrhUB3 Nr.119 S.114). 1223-1228 begegnet er auch als Propst<br />

von <strong>St</strong>. Simeon-Trier (MrhUB 3 Nr. 193 S. 165), um 1230 auch als<br />

Thesaurar am Trierer Dom (MrhUB 3 Nr.414 S.326). Neben <strong>der</strong><br />

Archidiakonatstitulatur mit e<strong>in</strong>er o<strong>der</strong> mehreren Propsttitulaturen<br />

bieten die Quellen auch die e<strong>in</strong>fache Archidiakonatstitulatur ohne jeden<br />

Zusatz (MrhUB 3 Register S. 1113). In <strong>der</strong> 1228 abgeschlossenen<br />

Gebetsverbrü<strong>der</strong>ung des <strong><strong>St</strong>ift</strong>s <strong>Karden</strong> mit dem Prämonstratenser­<br />

Chorherrenstift <strong>St</strong>e<strong>in</strong>feld wird Ingebr<strong>an</strong>d e<strong>in</strong>fach Propst gen<strong>an</strong>nt<br />

(Joester, <strong>St</strong>e<strong>in</strong>feld Nr. 64 S. 60). Die Beschränkung auf diese Titulatur<br />

ist hier e<strong>in</strong>sichtig: Ingebr<strong>an</strong>d wirkt ausschließlich als Vorsteher des<br />

<strong>Karden</strong>er <strong><strong>St</strong>ift</strong>s. E<strong>in</strong>e nähere Untersuchung könnte aufgrund <strong>der</strong><br />

Kenntnis <strong>der</strong> verschiedenen Sachverhalte den unterschiedlichen Gebrauch<br />

<strong>der</strong> <strong>an</strong><strong>der</strong>en Titulaturen wohl erklären.<br />

Der bei Brower und Masen (Metropolis, ed. <strong>St</strong>ramberg 1 S. 163) für das Jahr 1241<br />

für <strong>Karden</strong> gen<strong>an</strong>nte Archidiakon Hugo vom <strong>St</strong>e<strong>in</strong> (de lapide) ist urkundlich nicht<br />

nachzuweisen und vielleicht mit dem 1242 bezeugten Trierer Domk<strong>an</strong>tor und Archidiakon<br />

von <strong>St</strong>raßburg H. de petra (MrhUB 3 Nr. 756 S. 571) verwechselt worden.<br />

He<strong>in</strong>rich von Bol<strong>an</strong>den, 1241-1286 Archidiakon und Propst<br />

(MrhUB 3 Nr. 705 S. 534; Nekrolog <strong>Karden</strong>). Er war <strong>der</strong> älteste Sohn<br />

des Reichstruchsessen Werner IV. von Bol<strong>an</strong>den und dessen Frau<br />

Kunigunde von Saarbrücken (vgl. Möller, <strong>St</strong>amm-Tafeln 1 S. 33 u.<br />

Tafel XVII) und wird 1241 cons<strong>an</strong>gu<strong>in</strong>eus des Trierer · Erzbischofs<br />

Theo<strong>der</strong>ich von Wied gen<strong>an</strong>nt (MrhUB 3 Nr. 705 S. 534), 1255 von

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