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Pathologie der Verdauung.

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220 <strong>Pathologie</strong> <strong>der</strong> Athmung.<br />

allgemeiner Abmagerung o<strong>der</strong> hektischen Zuständen zu sein, dass sie<br />

viel mehr an Emphysematiker o<strong>der</strong> Leute mit einer Mitralinsufficienz<br />

erinnern, die bekanntlich, so lange wenigstens die Compensatio!! genügt,<br />

sich eines guten Kräfte- und Ernährungszustandes erfreuen<br />

können. Wie es aber kommt, dass gerade unsere menschlichen Lungen<br />

so ausserordentlich oft <strong>der</strong> Schauplatz <strong>der</strong> Inhalationsprocesse werden,<br />

während die <strong>der</strong> Thiere davon nahezu vollständig verschont bleiben,<br />

macht für das Verständniss keine Schwierigkeit. Denn von den in<br />

Freiheit lebenden Thieren, welche die Luft des Waldes athmen, ganz<br />

abgesehen, so ist die Stallatmosphäre, in welcher unsere Hausthiere<br />

den grössten Theil ihres ohnehin nur kurzen Daseins verbringen, zwar<br />

nicht immer angenehm, aber je<strong>der</strong>zeit feucht und deshalb frei von<br />

Staub. Allenfalls könnten solche Hunde, welche unzertrennlich mit<br />

den Menschen leben, gefährdet sein; doch giebt es auch für diese<br />

mancherlei Momente, z. B. die viel kürzere Lebensdauer, dann beson<strong>der</strong>s<br />

die viel längere und an Falten und Buchten reichere und deshalb<br />

zum" Abfangen von Staubpartikeln vortrefflich geeignete Nasenhöhle,<br />

welche ihnen als Schutzmittel dienen; übrigens fehlt bei solchen<br />

Thieren das schwarze Lungenpigment durchaus nicht, und es<br />

gehört auch keineswegs zu den Seltenheiten, dass man bei ihnen im<br />

subpleuralen und im eigentlichen Lungengewebe einzelne harte Knoten<br />

und schwielige Streifen trifft, die in je<strong>der</strong> Beziehung mit den Producten<br />

<strong>der</strong> menschlichen Inhalationsentzündungen übereinstimmen.<br />

Aber nicht alle Fremdkörper, welche in die Lungen gerathen,<br />

sind blan<strong>der</strong> Natur, und deshalb auch nicht alle dadurch bedingten<br />

Entzündungen verhältnissmäsig so gutartig und productiv. Das klassische<br />

Beispiel für die schlimmeren Formen <strong>der</strong> Fremdkörperentzün­<br />

dung ist die sog. Vaguspneumonie <strong>der</strong> Kaninchen. Kaninchen<br />

können ebenso wenig husten, als erbrechen, vermuthlich, weil ihre<br />

Exspirationsmuskeln nicht kräftig genug sind, um durch ihre Contraction<br />

entgegen den überfüllten Baucheingeweiden eine erhebliche<br />

Verkleinerung des Thorax bewerkstelligen zu können; sind also ihre<br />

Glottisschliesser gelähmt und ihre Stimmritze unbeweglich offenstehend,<br />

so sind sie durch Fremdkörper in beson<strong>der</strong>s hohem Grade gefährdet,<br />

weil sie dieselben auf keine an<strong>der</strong>e Weise, als mittelst <strong>der</strong> Flimmer­<br />

bewegung, aus den Luftwegen wie<strong>der</strong> entfernen können. Die Flimmerbewegung<br />

ist aber ein schwaches Schutzmittel, das bald versagt,<br />

wenn grössere Mengen von Mundschleim o<strong>der</strong> gar vom Futter in den<br />

Kehlkopf gerathen, und es wird Ihnen deshalb nicht auffallen, dass

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