06.10.2013 Aufrufe

Schengen-Besitzstand gemaess Beschlusses des Rates der EU ...

Schengen-Besitzstand gemaess Beschlusses des Rates der EU ...

Schengen-Besitzstand gemaess Beschlusses des Rates der EU ...

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

24 22.9.2000<br />

Amtsblatt <strong>der</strong> Europäischen Gemeinschaften<br />

DE<br />

(4) Die Bestimmungen dieses Artikels gelten unbeschadet<br />

<strong>des</strong> Artikels 22.<br />

Artikel 20<br />

(1) Sichtvermerksfreie Drittauslän<strong>der</strong> können sich in dem<br />

Hoheitsgebiet <strong>der</strong> Vertragsparteien frei bewegen, höchstens<br />

jedoch drei Monate innerhalb einer Frist von sechs Monaten<br />

von dem Datum <strong>der</strong> ersten Einreise an und soweit sie die in<br />

Artikel 5 Absatz 1 Buchstaben a), c), d) und e) aufgeführten<br />

Einreisevoraussetzungen erfüllen.<br />

(2) Absatz 1 berührt nicht das Recht je<strong>der</strong> Vertragspartei,<br />

den Aufenthalt eines Drittauslän<strong>der</strong>s in ihrem Hoheitsgebiet in<br />

Ausnahmefällen o<strong>der</strong> in Anwendung <strong>der</strong> Bestimmungen eines<br />

bilateralen Abkommens, das bereits vor dem Inkrafttreten dieses<br />

Übereinkommens zustande gekommen ist, über drei<br />

Monate hinaus zu verlängern.<br />

(3) Die Bestimmungen dieses Artikels gelten unbeschadet<br />

<strong>des</strong> Artikels 22.<br />

Artikel 21<br />

(1) Drittauslän<strong>der</strong>, die Inhaber eines gültigen, von einer <strong>der</strong><br />

Vertragsparteien ausgestellten Aufenthaltstitels sind, können<br />

sich aufgrund dieses Dokuments und eines gültigen Reisedokuments<br />

höchstens bis zu drei Monaten frei im Hoheitsgebiet <strong>der</strong><br />

an<strong>der</strong>en Vertragsparteien bewegen, soweit sie die in Artikel 5<br />

Absatz 1 Buchstaben a), c) und e) aufgeführten Einreisevoraussetzungen<br />

erfüllen und nicht auf <strong>der</strong> nationalen Ausschreibungsliste<br />

<strong>der</strong> betroffenen Vertragspartei stehen.<br />

(2) Das gleiche gilt für Drittauslän<strong>der</strong>, die Inhaber eines von<br />

einer <strong>der</strong> Vertragsparteien ausgestellten vorläufigen Aufenthaltstitels<br />

und eines von dieser Vertragspartei ausgestellten Reisedokuments<br />

sind.<br />

(3) Die Vertragsparteien übermitteln dem Exekutivausschuss<br />

die Liste <strong>der</strong> Dokumente, die sie als Aufenthaltserlaubnis o<strong>der</strong><br />

vorläufigen Aufenthaltstitel und als Reisedokument im Sinne<br />

dieses Artikels ausstellen.<br />

(4) Die Bestimmungen dieses Artikels gelten unbeschadet<br />

<strong>des</strong> Artikels 22.<br />

Artikel 22<br />

(1) Drittauslän<strong>der</strong>, die rechtmäßig in das Hoheitsgebiet einer<br />

<strong>der</strong> Vertragsparteien eingereist sind, sind verpflichtet, unter den<br />

Voraussetzungen, die von je<strong>der</strong> Vertragspartei festgelegt werden,<br />

sich bei den zuständigen Behörden <strong>der</strong> Vertragspartei zu<br />

melden, in <strong>der</strong>en Hoheitsgebiet sie einreisen. Die Anzeige kann<br />

nach Wahl je<strong>der</strong> Vertragspartei entwe<strong>der</strong> bei <strong>der</strong> Einreise o<strong>der</strong>,<br />

innerhalb einer Frist von drei Arbeitstagen von dem Einreisedatum<br />

an, im Lan<strong>des</strong>innern erfolgen.<br />

(2) Drittauslän<strong>der</strong>, die im Hoheitsgebiet einer Vertragspartei<br />

ansässig sind und sich in das Hoheitsgebiet einer an<strong>der</strong>en Vertragspartei<br />

begeben, unterliegen <strong>der</strong> Meldepflicht nach Absatz<br />

1.<br />

(3) Die Ausnahmen von Absatz 1 und 2 werden von je<strong>der</strong><br />

Vertragspartei festgelegt und dem Exekutivausschuss mitgeteilt.<br />

Artikel 23<br />

(1) Der Drittauslän<strong>der</strong>, <strong>der</strong> die im Hoheitsgebiet einer <strong>der</strong><br />

Vertragsparteien geltenden Voraussetzungen für einen kurzen<br />

Aufenthalt nicht o<strong>der</strong> nicht mehr erfüllt, hat grundsätzlich<br />

unverzüglich das Hoheitsgebiet <strong>der</strong> Vertragsparteien zu verlassen.<br />

(2) Verfügt <strong>der</strong> Drittauslän<strong>der</strong> über eine von einer an<strong>der</strong>en<br />

Vertragspartei ausgestellte gültige Aufenthaltserlaubnis o<strong>der</strong><br />

über einen von einer an<strong>der</strong>en Vertragspartei ausgestellten vorläufigen<br />

Aufenthaltstitel, so hat er sich unverzüglich in das<br />

Hoheitsgebiet dieser Vertragspartei zu begeben.<br />

(3) Soweit die freiwillige Ausreise eines solchen Drittauslän<strong>der</strong>s<br />

nicht erfolgt o<strong>der</strong> angenommen werden kann, dass diese<br />

Ausreise nicht erfolgen wird, o<strong>der</strong> soweit die sofortige Ausreise<br />

<strong>des</strong> Drittauslän<strong>der</strong>s aus Gründen <strong>der</strong> nationalen Sicherheit o<strong>der</strong><br />

<strong>der</strong> öffentlichen Ordnung geboten ist, muss <strong>der</strong> Drittauslän<strong>der</strong><br />

nach Maßgabe <strong>des</strong> nationalen Rechts aus dem Hoheitsgebiet<br />

<strong>der</strong> Vertragspartei abgeschoben werden, in dem er aufgegriffen<br />

wurde. Ist die Abschiebung nach nationalem Recht nicht zulässig,<br />

so kann die betroffene Vertragspartei dem Drittauslän<strong>der</strong><br />

den Aufenthalt in ihrem Hoheitsgebiet gestatten.<br />

(4) Der betroffene Drittauslän<strong>der</strong> kann in seinen Herkunftsstaat<br />

o<strong>der</strong> in einen an<strong>der</strong>en Staat, in dem seine Zulassung insbeson<strong>der</strong>e<br />

nach Maßgabe <strong>der</strong> einschlägigen Bestimmungen <strong>der</strong><br />

zwischen den Vertragsparteien geschlossenen Rückübernahmeabkommen<br />

möglich ist, abgeschoben werden.<br />

(5) Die nationalen asylrechtlichen Bestimmungen, die<br />

Bestimmungen <strong>der</strong> Genfer Konvention vom 28. Juli 1951 über<br />

den Flüchtlingsstatus in <strong>der</strong> Fassung <strong>des</strong> Protokolls von New<br />

York vom 31. Januar 1967, sowie Absatz 2 dieses Artikels und<br />

Artikel 33 Absatz 1 dieses Übereinkommens bleiben von den<br />

Bestimmungen <strong>des</strong> Absatzes 4 unberührt.<br />

Artikel 24<br />

Vorbehaltlich <strong>der</strong> durch den Exekutivausschuss zu bestimmenden<br />

geeigneten praktischen Kriterien und Modalitäten gleichen<br />

die Vertragsparteien die finanziellen Ungleichgewichte, die<br />

infolge <strong>der</strong> in Artikel 23 vorgesehenen Abschiebungsverpflichtung<br />

entstehen, untereinan<strong>der</strong> aus, wenn diese Abschiebung<br />

nicht auf Kosten <strong>des</strong> Drittauslän<strong>der</strong>s vorgenommen werden<br />

kann.

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!